Johanni und die Ätherwelt

Ein Beitrag zur Kreuzpunkt- Johanni- Zusammenkunft

am 18. u. 19. Juli 2026 in Mirabergen/Großmürbisch

Zu Johanni ist in großer Fülle die Sinneswelt ausgebreitet und wir in ihr. In ihrer Schönheit liegt Sinn und Ordnung. 

Dem geordneten, schönen Zusammenspiel liegt eine Tätigkeit zugrunde und die Formen und Stoffe sind nur Ausdruck, Abbild davon. Das Sinnliche ist die feste, verdichtete, geronnene Form.

Dahinter lebt Bewegung, die formt. Das Element des beweglich Wässrigen ist bereits weiter und umfassender als das Feste.

Das Bewegende wird bewirkt durch ein Bewusstsein, das einen Willen entfaltet und im noch leichteren Licht- und Luftartigen lebt.

Das geht ursächlich aus von einer ausströmenden, sich verschenkenden Kraft eines Wesenhaften. Alles Wärmehafte, Feurige ist damit verbunden.

So ist damit ein Zweifaches angesprochen:

  • Eine Qualität, von der alles ausgeht und die stufenförmig verdichtet wird (Elemente)
  • Wesenheiten, die diese Qualitäten teilweise bewirken, aber auch in einer höheren Ebene verbleiben (z.B. im sog. Äther)

Diese Prinzipien wirken auf allen Ebenen, auch auf der der formenden Bewegung:

                                                       Wärmeäther (Beginn)

  • Ausströmende Wesen    <

                                                      Feuer Element (Ende)

                                                      Lichtäther (Leichte)

  • Bewirkendes Bewusstsein <

                                                      Luft (Dichte)

                                                      Klang-, Chem.- oder Zahlenäther (Ordnung)

  • Formende Bewegung  <

                                                      Wasser (Schwere)

                                                      Lebensäther (ganze Gestalt)

  • Verdichtete Form         <

                                                      Erde (zerstückelte Teile)

Auf der Wesensebene geschieht keine stufenweise Verdichtung, sondern Abschnürung. Wesen schenken einen Teil von sich her und daraus wird ein eigenes Wesen mit einem tiefer spezialisierten Leben.

Auf der ätherischen Lebensebene sind entstanden Elementarwesen, die im Element wirken und sich selbst ganz in die Formen hineinschenken, hinein-verzaubern:

  • Feuerwesen (Salamander) z.B. im Samen der Pflanzen
  • Luftwesen (Sylphen) in der Blüte
  • Wasserwesen (Udinen) in den Blättern
  • Erdwesen (Gnome) in den Wurzeln

Sie sind zumeist Abschnürungen von Engel, Erzengel und Zeitgeistern. Zu letzteren gehören die Geister der Umlaufzeiten, die die Elementarwesen leiten.

Nur die Salamander sind Abkömmlinge von Tiergruppenseelen. Diese kommen aus der Fixsternregion des Tierkreises, in der die Cherubine, die Geister der Harmonie, walten. Im Juli herrscht das Sternbild des Löwen, zu dem das rhythmische System mit dem Herzen gehört. Das Herz aber ist das Abbild der Sonne. So kommen damit die Sonnenkräfte in den Samen.

Bei den Menschen kommt es heute darauf an, wie wir mit dem Sinnenreichtum umgehen:

Einerseits können wir uns von der Schönheit anziehen lassen, sie ganz durchleben und darin aufgehen. Dann werden wir vom Sinnesrausch mitgerissen.

Oder aber nur die reine Oberfläche, nur das verdichtete Materielle sehen und sie zum eigenen Zweck manipulieren und entfremden. Dann regiert der Eigensinn. Durch die Sinnesschönheit wird vergessen, unterdrückt die eigene Unzulänglichkeit als Erdenbürger. Sie drängt aber unbewusst herein.   

Früher lebte der Mensch träumerisch in der Johannizeit, war selbst ein Teil von ihr und bekam daraus alle moralischen Impulse. Das ist heute so nicht mehr möglich.

Wir müssen nun ganz bewusst stufenweise in die Verhältnisse hineingehen:

a) Die einzelnen sinnlichen Phänomene gezielt beobachten, dann die innere Bewegung entdecken, das Herz dafür öffnen und aus der Ruhe heraus die innere Wahrnehmung wirken lassen.

b) Sich der eigenen Unvollkommenheit zuwenden und auf sein Gewissen lauschen. Welche Einseitigkeit gehört ausgeglichen? Welche Tugend muss ich dafür entwickeln? Z. B. wird die Selbstlosigkeit zur Reinigung (Karthasis)

So kann ich auch in mein Inneres Licht hereinbringen.


Walter Waldherr


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